VII. Kriegsanleihe 1917/1918 


Sparkassen und Werbung im I. Weltkrieg

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Sparkasse Werbung 1918 Kreissparkasse Bonn. Grafik: Max Joseph Euringer.
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Otto von Bismarck - Sparkasse Werbung 1918 Kreissparkasse Bonn. Grafik: Max Joseph Euringer.
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Sparkasse Werbung 1918 Kreissparkasse Bonn. Grafik: Max Joseph Euringer.

Die Sparkasse im Ersten Weltkrieg - Kinder sammeln Geld für das Deutsche Reich

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Kriegsanleihe - Sparkasse Werbung 1918 Kreissparkasse Bonn - Max Joseph Euringer
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Kriegsanleihe - Sparkasse Werbung 1918 Kreissparkasse Bonn. Grafik: Max Joseph Euringer.
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Landwirtschaft und Industrie 1918 - Sparkasse Werbung 1918 Kreissparkasse Bonn. Grafik: Max Joseph Euringer.

Stark kolorierte Sparkassenwerbung - bereits im I. Weltkrieg

 

Die bunte Farbwahl für Kinder-Motive der Sparkassen war keineswegs eine Traimersche Erfindung wie ein im I.-Weltkrieg von der Bonner Kreissparkasse herausgegebenes „Bilderbuch“ (Abb. 82 A-G) als Dank an Kinder für deren Einzahlung zur 7. Kriegsanleihe zeigt. Aufgrund der äußersten Seltenheit sei dieser Prospekt von Max Joseph Euringer[1] hier näher beschrieben.

 

1917/1918 entstanden, weist der in Lithographie-Technik ausgearbeitete Prospekt intensive Nutzung der Farben Rot, Blau und Gelb auf.

 

Kinder sammlen Geld für die 7. Kriegsanleihe des Deutschen Reiches

 

Kinder werden gezeigt wie sie von der Reichsregierung dazu aufgerufen werden, letzte Geldreserven (ob eigene oder im Haushalt befindliche) zu mobilisieren. Gemeinschaftlich folgen die Kinder der Kampagne, die mit dem Kauf von Lebensmitteln, Waffen und Ausrüstung endet. Texte in Reimform ergänzen untenstehend die Abbildungen. Die Qualität des Druckes ist als mäßig zu bezeichnen.

 

Leicht zu verstehende grafische Inhalte 

 

Der Hintergrund ist in allen Abbildungen weiß. Aufgrund der Kleidung, die großenteils beinfrei ausfällt, sind die Kinder als unter Zehnjährige einzuschätzen. Max Joseph Euringer führt einzelne Partien ausführlicher aus, so die Riffelung der Münzen, die Uniform Hindenburgs, das Gesicht des Ausrufers, Pferdeschweife, Ablieferung von Münzen und Banknoten, die Hose eines Bauers sowie dessen Korb mit Obst und Gemüse vor einer Landschaft. Trotz der Schattenwürfe einiger Gegenstände wirkt die Grafik flächig. 

 

Der nicht vorhandene Realismus wird durch unterschiedliche Proportionsverhältnisse zusätzlich verstärkt. Übergroße Münzen werden von Kindern gerollt, eine Spardose auf der „Kriegsanleihe“ steht, wird befüllt und in einem Triumphzug von Soldaten nach Berlin gebracht. Die Münze zeigt den Kindern, dass auch sie einen kleinen Beitrag leisten können (wie später beim „Groschen-Sparen“), der Triumphzug verdeutlicht noch einmal das wichtige Ereignis. Auf Umrisslinien verzichtete Euringer. Geheimnisvoll präsentiert sich der Kaiser, der durch einen Thron symbolisiert wird - so bleibt ein mystisches Moment über. Die Spardose mit ihrem leuchtenden Rot findet ihren Widerhall in wichtigen Partien wie der Ausrüstung der Soldaten, dem Thron des Kaisers, Industrie und Landwirtschaft sowie der Kleidung einiger Kinder.

 

Die Abbildungen konnten von den Kindern auch ohne den Text verstanden werden. Die gerne für Kinderbücher und Werbung verwendete Reimform kommt hier ebenfalls zum Einsatz.[2]

 

Text und Fotografien: Matthias Bechtle.

Zitierweise: Bechtle, Matthias, Heinz Traimer, Diplomabeit m.s. Universität Wien 2012, S. 74.



[1] Zu Max Euringer sind keine weiteren Informationen vorhanden, es mag sich um den Bildhauer Euringer aus Köln handeln.

[2] Reimformen wurden in der Werbegrafik bis in die 1960er Jahre häufig angewandt, wie Vergleiche in Plakatsammlungen zeigen.

 

 

 

 

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Kreissparkasse Bonn 1918 -Sparkasse Werbung 1918 Kreissparkasse Bonn - Euringer. Sammlung Traimer - Wien.

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